Wir stürmen ins Kino, wenn ordentlich gefoltert wird, wir schrecken verzückt zusammen, wenn unsichtbare Dämonen ganz plötzlich vor den verwackelten Bilder der Babycam Gestalt annehmen und vielen geht ordentlich einer ab, wenn nicht nur Blut, sondern ganze Körperteile durchs Bild fliegen. Ja, Horrorfilme sind längst mehr, als nur Spartenunterhaltung für colatrinkende Nerds mit Heavy-Metal-Shirt und ...
Sie jagen Monolithen, Cyborgs oder einfach nur die eigene Zukunft – die Helden in den wohl besten Science-Fiction-Filmen aller Zeiten.
Nicht oft, sogar ziemlich selten, kommen Bands daher, die wirken auf den ersten Blick so dermaßen dämlich, dass man die Macher dahinter am liebsten übers Knie legen möchte, um ihnen die Vernunft einzuprügeln. Noch viel seltener trübt dieser erste Eindruck. Keine Ahnung welche Schnappdrossel von einem Gestalterazubi für Cover und Artworks verantwortlich zeichnet, aber Tierschädel, ...
Keine Ahnung welches Zeug Mewithoutyou so rauchen, aber es muss ein Hammerstöffchen sein. Vielmehr sieht man die Buben zum Sound von “Ten Stories” in kunterbunten Kleidersäcken ums Lagerfeuer kuschelnd und über den Sinn und Unsinn von Geld, Karriere und Selbstbefriedigung philosophierend – eine Hand am Joint und die Andere an der Wanderklampfe.
Sie werden mit Maiskolben aufgespießt, von Strumpfhosen erdrosselt oder einfach nur vollgeschissen – die Helden in den fünf miesesten Todeszenen der Filmgeschichte.
Mit den Lostprophets ist es wie mit Scheinshaxn’. Wenn Du richtig hungrig bist, ist es das Geilste der Welt, aber wenn Du fertig bist, sitzt Du vor den ekelhaften Resten und bist dir sicher: “nä, nie wieder!” Viel zu mächtig, viel zu triefend sind viele der pseudoharten Songs, viel zu anspruchslos beim zweiten Hinhören, viel ...
Gens liefert mit „The Divide“ einen kleinen und dreckigen Science-Fictioner ab, den man so noch nicht gesehen hat. Gens Geschichte um die Überlebenden einer Atomkatastrophe ist nämlich abartig, abgründig und unmenschlich. Kurzum: einer der besten post-apokalyptischen Streifen, die ich je gesehen habe.
Ja, deutsches Fernsehen wird zusehends träger. “Stromberg” hat längst seinen gesellschaftlichen Biss verloren, “Navy CIS” läuft bereits in der gefühlt 7049. Staffel und vielversprechende Formate wie “Der Tatortreiniger” dümpeln irgendwo zwischen den Dritten und dem Mitternachtsprogramm umher. Gut nur, dass man auch in Deutschland immer mehr auf den Geschmack qualitativ hochwertiger Serien gekommen ist und Formate wie “Game of Thrones” (ab März auf RTL2) zeitnah nach Deutschland importiert. Es gibt jedoch noch ein paar Formate, die hoffentlich bald ihren Weg über den großen Teich finden werden, denn die folgenden Fünf, sind die besten Serien des noch frischen Jahres:
Wenn Musiker sich selbst als „verbraucht“ bezeichnen, sollte das nicht eine Warnung sein? Wenn eine Band einen ehemals Obdachlosen vor das Mikro stellt und behauptet dieser wäre Frontmann und Songwriter zugleich, sollte das nicht ein wenig stutzig machen? Und wenn eben jener „Lumpen“-Bert nun auch noch der Ex von Kelly Osbourne ist und sie verließ ...
Ich gebe es zu: ich hasse Indie. Ich hasse den Sound, ich hasse die Inhalte und ich hasse die Typen, die ihn zu verantworten haben. Und dieser Hass nimmt stetig zu. Platte für Platte. Nicht dass Indie unbedingt schlechtere Musik hervorbringen würde, als andere Genre, aber er gebärt einen hässlichen Zwilling nach dem anderen. Ganz ...
Manche Platten sind wie ein schönes Stück Fleisch an einem besonders hungrigen Tag: saftig, sättigend, genau das Richtige. Andere Platten wiederum sind eher wie ein Teller lauwarme Suppe: wässrig, laff, wer zur Hölle isst auch schon gerne Suppe!? Morning Parade’s selbsbetitelter Streich ist weder Steak noch Rinderbrühe – eher wie ein ordentlich püriertes Stück Lende, ...
Ich zitiere: “Necrophilie ist eine Störung der Sexualpräferenz, die auf Leichen gerichtet ist. Die Ausübung nekrophiler Handlungen ist in Deutschland strafbar.” In den USA wohl nicht, denn wieso könnten sich The Mars Volta sonst über ihr selbstgeschaffenes Grab hermachen und nach Lust und Laune das eigene Vermächtnis missbrauchen? Kurzum: „Noctourniquet“ riecht nicht mehr ganz so ...
Er ist wahrscheinlich der beste Songwriter Kanadas, den kein Schwein kennt. Warum das so ist, weiß wiederum niemand so recht. Matthew Good gehört nämlich zu den seltenen Exemplaren seiner Zunft, die es noch nie geschafft haben, auch nur einen Song zu schreiben, der Kritiker wie Fans gleichermaßen enttäuscht und versteht es wie kein zweiter, seinen ...
Sie sind laut, sie sind intelligent und sie haben eine Meinung. Drei Faktoren, die in unserem Land nicht unbedingt als Erfolgsgaranten gelten. Dennoch lohnt sich der Blick über den Tellerrand, denn Bands wie Adolar oder Mikrokosmos 23 sind alles andere als die Studentenkapellen, als die sie oftmals verschrien werden, sondern die Zukunft der deutschen Musik.
Wie sagte doch schon die Frau, die mich gebar so treffend: “Schmecken muss es!” Und in dieser gar bäuerlichen Küchenweisheit liegt der Schlüssel zu einer Philosophie verborgen, die heute passender denn je erscheint. Frau Potz sind wie die Einladung von Muttern zum Sonntagsessen: nix besonderes, aber dafür mächtig, sättigend und geschmacklich eben so, wie es ...
Die folgenden Filme sind Kunst, in jeder Szene, Einstellung und Aufnahme. Einen Oscar konnten sie dennoch nicht gewinnen. Für viele Kritiker unverständlich, für andere ganz klar: denn Magnolia oder Memento würden den Standard für künftige Filmemacher unerreichbar hoch setzen.
Wie sagt man doch so schön: “Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.” So und nicht anders verhält es sich mit dem stillen, aber wuchtigen Comeback der kalifornischen Kulttruppe The Jealous Sound. Nicht nur, dass die Band sich wie aus dem Nichts zurückmeldet, vielmehr liefert die Kulttruppe auch gleich ein Lehrbuch in Sachen ...
Enter Shikari sind wie Osten und Westen, Punk und Poesie, wie Occupy und London: keine Typen, welche die Fenster der Banken mit Ziegelsteinen einschmeissen wollen, aber dem kapitalistischen System endlich mal einen Riegel dazwischenschieben möchten. Und dieser Riegel klingt verdammt vielseitig, durchgeknallt und irgendwie auch zerbrechlich. Alles Attribute, die zu einer Post-Hardcore-Band nicht so recht ...
Ja, Lady Gaga ist nur ein Produkt einer strauchelnden Industrie. Ja, Lady Gaga ist alles, nur nicht “echt”. Aber hinter all den schrillen Kostümen, noch schrilleren Make-ups und eigenartigen Verhaltensweisen, steckt wohl eine der talentiertesten und zerbrechlisten Künstlerinnen unserer Zeit.